Impulskontrolle im Alltag – So bekommt dein Hund starke Nerven

Da Laika oft sehr unruhig und aufgeregt war und ohne Leine zu anderen Hunden hin gerannt ist, haben wir vermehrt Übungen zur Impulskontrolle gemacht, die uns den Alltag mit Hund sehr erleichtert haben. So hat sie gelernt Reize auszuhalten. Wie wir das Training aufgebaut haben, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Wenn man so einen kleinen Wirbelwind hat, dann sind solche Übungen so wichtig! Auf dieses Thema sollte in Hundeschulen viel mehr hingewiesen werden! Das war bei uns leider nicht der Fall und wir selbst hatten als Ersthundhalter damals gar nicht daran gedachte solte Übungen zu machen. Ich Nachhinein betrachtet, haben wir viel zu spät damit begonnen, weshalb wir einige Baustellen im Junghundealter hatten.

Das Signal „Bleib“

Vorraussetzung für die Impulskontrolle ist das Signal „Bleib“. Das konnte Laika bereits. Das wird ganz klassisch aufgebaut, indem ihr euren Hund sitzen lasst und zunächst mit mehreren Futterstücken das Sitzen bleiben belohnt. Klappt das gut, könnt ihr einen kleinen Wiegeschritt zurück machen und dann direkt zum Hund zurück gehen und ihn wieder belohnnen. Das baut ihr nun aus und vergrößert die Distanz auf 2, 3, 4 und mehrere Schritte. Wichtig ist, dass ihr immer wieder zurück zum Hund geht, ihn für das Sitzen bleiben belohnt und, dass ihr ihn am Ende der Übung zum Laufen frei gebt, damit er nicht einfach wieder von allein aufsteht. Im Idealfall macht man die Übung immer nur so schwer, dass der Hund es schafft sitzen zu bleiben. Steht er von allein wieder auf, setzt euren Hund einfach wieder hin, belohnt aber das erneute Hinsetzen nicht noch einmal. Das Signal „Bleib“ habe ich zunächst in reizarmer Umgebung mit Laika geübt und später die Reize gesteigert.

Impulskontrolle mit Spielzeug, Futterbeutel und Co.

Nun habe ich zunächst in reizarmer Umgebung, mit Schleppleine und dem Futterdummy begonnen. Ich habe Laika das Kommando Sitz und Bleib gegeben, den Dummy geworfen und erst auf mein Kommando „Bring“ durfte sie hinrennen, ihn mir bringen und ich habe sie belohnt.

Die Schleppleine ist nützlich, um den Hund zu stoppen, sollte er direkt los rennen. So kommt er nicht zum Erfolg.

Eine weitere Übung ist, den Dummy zu werfen und den Hund nicht hinrennen zu lassen, sondern den Dummy selber einzusammeln und den Hund für das ruhige Sitzen bleiben zu belohnen. So entsteht beim Hund gar nicht erst die Erwartungshaltung, dass er gleich hinrennen darf und er sitzt nicht so „auf dem Sprung“.

Ihr könnt natürlich anstatt des Dummys auch jedes andere Spielzeug nehmen, dass euer Hund interessant findet. Er muss es euch auch nicht unbedingt bringen. Er kann auch einfach nur auf euer Ok hinrennen und darf dann damit spielen oder ihr holt es selber und spielt mit eurem Hund als Belohnung. Auch das Werfen von Leckerlis, die der Hund nicht sofort fressen darf, ist Impulskontrolle!

Es gibt ganz viele Abwandlungen der Impulskontrolle. Seid dabei kreativ und nehmt alles, was euer Hund spannend findet. Klappt die Übung noch nicht, dann geht einen Schritt zurück und nehmt ein weniger spannendes Spielzeug.

Welche Übungen wir mit der Zeit eingeführt haben und wie wir die Übungen schwerer gestaltet haben, erzähle ich euch gern im nächsten Beitrag.

Nun habe ich euch aber erstmal unsere Anfänge beschrieben und hoffe, dass ich euch ein paar Tipps geben konnte.

Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt mir gern einen Kommentar, bei Instagram oder eine Mail!

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