Giftige Lebensmittel für den Hund

[Werbung, Kooperation] Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit der AGILA Haustierversicherung entstanden. Im Fokus steht in diesem Jahr das Thema „Bewegung und Gesundheit“. Passend dazu möchten wir in diesem Beitrag über die Lebensmittel aufklären, die für Hunde giftig und teilweise sogar tödlich sind.

Wer teilt sein Essen nicht gern mit dem Hund, der mit bettelndem Blick neben einem sitzt? Wir haben das Glück, dass Laika am Tisch nicht bettelt, denn wir waren immer konsequent und haben ihr nie etwas gegeben. Aber wenn ich koche, dann rufe ich sie doch ab und zu mal in die Küche und teile sehr gern mit ihr. Doch bei welchen Lebensmitteln besteht für den Hund Lebensgefahr?

Giftige Lebensmittel für den Hund

Gefährliche und giftige Lebensmittel

Rohes Schweinefleisch

Hunde sind Carni-Omnivore, also Fleisch-Allesfresser. Zu ihrer Hauptnahrungsquelle gehört Fleisch. Rohes Schweinefleisch kann für Hunde allerdings tödlich enden und gehört daher definitiv nicht in den Hundemagen. Zum einen besteht die Gefahr von Keimen wieSalmonellen. Eine noch größere Gefahr stellen allerdings die Aujeszky-Viren dar, welche in rohem Schweinefleisch enthalten sein können. Die Erkrankung, die dieses Virus auslöst, wird auch als Pseudowut bezeichnet, da es tollwutartig verlaufen kann. Infizierte Hunde können sowohl aggressives Verhalten zeigen als auch Abgeschlagenheit, Erbrechen, Durchfall bis hin zu neurologischen Störungen und Lähmungen.Ein starker fortschreitender Juckreiz ist typisch für die Pseudowut. Eine Infektion mit diesem Virus endet für einen Hund in der Regel innerhalb von zwei Tagen tödlich. Impfungen oder Heilungsmöglichkeiten gibt es nicht.

Weintrauben und Rosinen

Obst ist gesund für den Hund? Das stimmt nur teilweise. Für Weintrauben und dementsprechend auch für Rosinen stimmt das Gegenteil. Je nach Studie können bereits 3-36 Gramm Rosinen und 20-148 Gramm Trauben je Kilogramm Körpergewicht tödlich für den Hund enden. Woran das genau liegt konnte bisher nicht erforscht werden. Während einige Hunde kaum Symptome zeigten, starben andere bereits nach wenigen Stunden. Typische Symptome sind Erbrechen, Apathie, Inappetenz, Bauschmerzen, Durchfall, Durst und vermehrter Urinabsatz bis hin zu einem verminderten oder ausbleibenden Urinabsatz als Zeichen für ein Nierenversagen.

Schokolade und Kakao

Die meisten Menschen essen sehr gern Schokolade. Für unsere Hunde ist sie giftig. Schokolade enthält den Stoff Theobromin. Dieser ist auch in Tee und Kaffee enthalten. Er kann von Hunden nur schwer abgebaut werden. Bereits wenige Stunden nach dem Verzehr können Symptome wie Zittern, Krampfanfälle, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Je dunkler die Schokolade, desto mehr Theobromin ist enthalten und desto gefährlicher wird es für den Hund. Sollte er mal ein kleines Stück gefunden haben, wird er vermutlich nicht daran sterben. Solltet ihr euch aber unsicher sein, wie viel der Hund tatsächlich verzehrt hat, solltet ihr umgehend zum Tierarzt fahren. Spritzen oder Augentropfen, die den Hund die Schokolade wieder erbrechen lassen, kann das Leben des Hundes retten.

Birkenzucker in Kaugummis, Keksen oder anderen Süßspeisen

Eine absolut unterschätze Gefahr sind „zuckerfreie“ Kaugummis, Nahrungsmittel für Diabetiker oder andere Diätprodukte. In diesen ist meist Birkenzucker (auch Xylit genannt) enthalten, da er weniger Kalorien als normaler, handelsüblicher Zucker enthält. Auch in Zahpasta für Menschen kann Xylit enthalten sein. Diese Produkte sollten daher zwingend hundesicher verwahrt werden. Der Stoff Xylit ist für Hunde hochgiftig, da er zu einer hohen Ausschüttung von Insulin und in Folge dessen zu einem extremen Abfall des Blutzuckerspiegels führt. Bereits nach wenigen Stunden kann es zu Abgeschlagenheit, Krampfanfällen, starkem Speicheln sowie Leberversagen und dem Tod kommen. Vorsicht ist auch hier bei Kuchen oder Keksen geboten, die mit Birkenzucker gesüßt sind. Xylit ist jedoch nicht zu verwechseln mit Erythrit, welches für den Hund nicht gifti ist.

Avocados

Avocados gelten als das neue Superfood für Menschen. Für Hunde sind sie jedoch giftig. Sie enthalten den Stoff Persin. Vor allem im Kern der Avocado ist die Konzentration am höchsten. Der Verzehr von Avocados, speziell des Kerns kann bei Hunden zu Schäden des Herzmuskels, aber auch zu Verdauungsproblemen und Apathie führen bis hin zu Atemnot als Folge von Herzversagen. Auch das Absterben der Milchdrüsen kann eine Folge sein. Deshalb sollten Avocados nicht in der Nähe des Hundes aufbewahrt werden.

Nachtschattengewächse

Zu den Nachtschattengewächsen zählen unter anderem Tomaten, Paprika, Peperoni, Kartoffeln und Auberginen. All diese Gemüsesorten enthalten Solanin. Dieser Stoff ist für Hunde toxisch. Grüne Tomaten und grüne Paprikas enthalten am meisten Solanin. Kartoffeln (ohne grüne Stellen), rote Paprika und reife Tomaten sollten nur gekocht im Hundenapf landen. Eine Solanin Vergiftung äußert sich mit Durchfall,  Erbrechen und Zittern. Größere Solanin Mengen können zu Herzrhythmusstörungen und dem Tod führen.

Hülsenfrüchte       

Rohe Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen oder Bohnen enthalten Phasin. Dieser Stoff lässt rote Blutkörperchen verklumpen. Symptome können Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen sein, bis hin zu Blutungen im gesamten Magen-Darm-Trakt. Gekochte Hülsenfrüchte sind weniger giftig, allerdings können sie zu Blähungen und Verstopfungen führen, weshalb auch hier Vorsicht geboten ist.

Lauchgewächse

Zu den Lauchgewächsen zählen Zwiebeln, Lauch, Schnittlauch oder auch Knoblauch. Sie enthalten Allyl-Propyl-Sulfid und N-Propyl-Disulfid, welche rote Blutkörperchen zerstören und daher zu einer Blutarmut führen können. Symptome können Erbrechen, Apathie, Durchfall oder ein beschleunigter Puls und Atem sein. Bei größeren Mengen kann auch hier der Tod des Hundes eintreten. Knoblauch kann man für Hunde, unter anderem als Mittel gegen Zecken, käuflich erwerben. Da aber schon eine kleine Dosis zur Vergiftung führt, ist eher davon abzuraten.

Walnüsse und Macadamianüsse

Macadamianüsse sind ebenfalls gifitig für Hunde. Bereits 0,7 Gramm Nüsse werden als toxisch beschrieben und können zu ersten Vergiftungserscheinungen führen. Symptome sind neurologische Ausfälle beim Laufen, Schwäche und eine hohe Körpertemperatur. Auf Walnüssen hingegen kann sich der für uns Menschen nicht sichtbare Pilz Penicillium crustosum befinden. Dieser enthält Giftstoffe, die bei dem Hund eine Art epileptischen Anfall auslösen kann, der im Tod enden kann. Hat man im Garten also einen Walnussbaum stehen, sollte man darauf achten, dass der Hund keine heruntergefallenen Walnüsse frisst.

Nikotin, Koffein, Alkohol und Schmerzmittel

Nikotin, Koffein, Alkohol und Schmerzmittel sind für den menschlichen Organismus schon nicht gesundheitsfördernd.  Koffein erhöht den Blutdruck und den Puls. Bei Hunden führt dies zu Erbrechen, Durchfall, Zittern und Unruhe bis hin zu Herzrhythmusstörungen und tödlichen Krampfanfällen. Weiterhin sind die menschlichen Schmerzmittel Paracetamol, Ibuprofen und Aspirin für den Hund tödlich. Und auch Alkohol und Nikotin können zu Vergiftungen führen.

Weitere giftige Lebensmittel für den Hund

  • Fallobst und Steinobst
  • Physalis
  • Rohe Holunderbeeren
  • Rhabarber

Alle giftigen Lebensmittel habe ich euch in einer PDF Datei zum Download zusammen gefasst. Ihr könnt sie euch gern herunter laden, bei Bedarf ausdrucken und an Familie und Freunde verteilen, damit jeder aufgeklärt ist.

Den Hund vor Vergiftungen schützen

Den Hund vor Vergiftungen schützen

Solltet ihr Nahrungsmittel mit eurem Hund teilen wollen, dann denkt bitte im Vorfeld darüber nach, ob der Hund es auch verträgt und ob eventuell giftige Stoffe enthalten sein könnten. Klärt Freunde und Familie über giftige Lebensmittel für Hunde auf. Vor Allem dann, wenn euer Hund zur Betreuung immer mal bei anderen Menschen ist. Ein gut gemeintes Stück Schokoladenkuchen kann dem Hund zum Verhängnis werden. Weiterhin sollten für den Hund giftige Lebensmittel immer so verstaut werden, dass er sie nicht stehlen kann. Vor allem dann, wenn der Hund allein zu Hause ist. Das betrifft nicht nur Lebensmittel, sondern auch Schmerzmittel oder Putzmittel. Im Garten sollte ein Hund keinen Zugang zu Kartoffeln, Tomaten oder Walnüssen haben. Für den Fall der Fälle kann ich empfehlen die Telefonnummer der nächsten Tierklinik immer im Telefon eingespeichert zu haben.  Auch für andere Notfälle ist das sehr praktisch.

Wir bedanken uns bei der AGILA Haustierversicherung für die Zusammenarbeit bei diesem Beitrag und hoffen, dass wir euch bezüglich giftiger Lebensmittel für Hunde aufklären konnten.

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