Weihnachten mit Hund

[Werbung] Kerstin und Flummi von Flummi´s Diary haben zur Blogparade eingeladen und gefragt, wie wir Weihnachten mit Hund verbringen. Dieser Einladung kommen wir sehr gern nach und werden in diesem Beitrag ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern, euch verraten, ob Laika auch Weihnachtsgeschenke bekommt und, welche nützlichen Tipps und Trainingsansätze wir haben, damit Weihnachten für alle möglichst stressfrei wird.

Studiofotografie Weihnachten mit Hund Labrador
Blogparade: Weihnachten mit Hund | Fotos by Patricia Welp

Ein entspannter Hund zu Weihnachten

Deckentraining für mehr Ruhe

Weihnachten ist für mich in jedem Jahr die stressigste Zeit. Sowohl die Vorbereitung, als auch die Weihnachtsfeiertage empfinde ich wirklich als anstrengend. Um sowohl bei meiner Familie, als auch bei meinen Schwiegereltern zu sein, saßen wir in den letzten Jahren gefühlt mehr im Auto als vor dem Weihnachtsbaum. Ich bin also tatsächlich froh, dass es in diesem Jahr etwas ruhiger sein wird. Auch für Laika sind die Feiertage immer stressig. Sie kommt nicht so gut zur Ruhe und wird von Familienangehörigen immer wieder angesprochen und besonders die Omas und Opas schieben dem Hund ja doch ganz gern heimlich ein Leckerchen zu.

Für mehr Ruhe in jeder Situation ist das Decken- bzw. Ruhetraining für mich unerlässlich. Laika hat damit gelernt so lang auf ihrer Decke liegen zu bleiben, bis ich sie wieder freigebe. Und dabei ist es völlig egal, was um sie herum geschieht oder wie lang sie dort liegt. Sie weiß, dass für sie nichts Spannendes passiert, so lang sie dort liegt, hat keinerlei Erwartungshaltung und entspannt dadurch sehr, sehr gut. Einen Beitrag zum Deckentraining findet ihr auf unserem Blog hier. Das Deckentraining kann sehr, sehr viele Nerven kosten. Vor Allem bei einem unruhigen Hund, wie Laika es war. Aber ich kann euch versprechen: Es lohnt sich! Vor Allem im Restaurant, bei der Familie, wenn man selbst Besuch empfängt oder eben zu Feiertagen wie Weihnachten, wo eine Menge Leute da sind. Praktisch finde ich da auch das Deckentraining, wenn man Freunde oder Verwandte hat, die Angst vor Hunden haben. Da der Hund ja erst auf Freigabe aufstehen darf, kann man so natürlich auch das Begrüßen unterbinden, wenn jemand zu dem Hund keinen Kontakt möchte.

Wichtig ist allerdings, dass Familie und Freunde eingeweiht sind und den Hund nicht von der Decke herunter locken, ihn nicht ständig ansprechen, auf der Decke füttern oder ihn dort ständig anfassen. Das betrifft vor Allem Kinder, die ja Hunden doch ganz gern einmal zu nah kommen. In dem persönlichen Ruhebereich des Hundes sollte dieser einfach auch in Ruhe gelassen werden.

Der bettelnde Hundeblick

Wer kennt ihn nicht, den treuen Hundeblick, während man selbst etwas isst. Die Einen stört es gar nicht, für die Anderen ist es ein No Go: Betteln am Tisch. Beim Weihnachtsessen kann das durchaus störend sein.

Ich teile sehr gern mit Laika. Allerdings nur dann, wenn sie es nicht fordert und auch keinesfalls jeden Tag. Ab und an gibt es mal ein Stück Käse vom Frühstückstisch. Aber das geschieht vielleicht einmal im Monat. Von daher sitzt sie auch nicht neben uns und bettelt. Während wir essen, liegt sie eigentlich immer auf ihrem Körbchen und schläft. Bei meiner Mutter bettelt sie ganz gern, denn die hat meistens Leckerlis bei der Hand. Laika kann aber ganz klar differenzieren, bei wem es etwas abzustauben gibt und bei wem nicht. Meine Mutter stört das im Übrigen überhaupt nicht. Mich würde es nerven, wenn sie bettelnd neben mir sitzen würde.

Umgehen kann man das „Problem“ im Übrigen auch sehr gut mit Deckentraining. 😉 Wenn der Hund abseits vom Tisch auf einer Decke liegt, kann er nicht am Tisch betteln. Bei uns wissen aber auch alle Verwandten und Freunde, dass sie Laika ungefragt nichts geben dürfen. Und ja, auch die Großeltern halten sich sehr gut daran. Spätestens die Argumente, dass der Hund Bauchschmerzen vom gewürzten Weihnachtsbraten bekommt oder ein Knochen vom Geflügel fix in der Tierklinik endet, überzeugen sie, dass ein *ganz durch Zufall* herunter fallendes Stück vom Tisch nicht ganz so passend ist 😉

Meist kaufen sie daher selbst im Vorfeld Snacks für Laika ein oder ich bringe etwas mit und wenn es für mich passend ist, dann dürfen sie ihr auch gern etwas zustecken. Über die Feiertage bekommt Laika daher auch immer etwas weniger Futter. Mit den zusätzlichen Snacks würde sie nämlich sonst in das neue Jahr rollen. 😀

Auslastung und Spaziergänge an Weihnachten

Weiterhin plane ich im Vorfeld schon immer in etwa die Zeiten für Gassirunden. An Heiligabend sind wir in diesem Jahr daheim, sodass ich da völlig flexibel sein kann. Am 1. Weihnachtsfeiertag fahren wir zu meinen Schwiegereltern und verbringen den Tag in ganz kleiner Runde dort. Mit Laika werde ich an diesem Tag schon zeitig eine große Runde drehen, damit sie erst einmal ausgelastet ist. Nach dem Mittag bei meinen Schwiegereltern werde ich dann eine zweite, etwas kleinere Runde drehen. Im letzten Jahr haben sich von der Familie noch einige angeschlossen beim Spazieren gehen, da etwas Laufen nach dem Mittag sehr gut tat. Und die letzte etwas kleine Runde gehe ich mit Laika vor dem Abendbrot und danach werden wir auch schon wieder nach Hause fahren.

Der 2. Weihnachtsfeiertag ist dann wieder etwas entspannter. Da werden wir nur bei meiner Mutti Abendbrot essen. Ich bin also am Mittag und Vormittag mit Gassirunden flexibel.

Wichtig ist, dass man für den Hund nicht nur Ruhepausen, sondern auch Spaziergänge einplant. Jeder Hund sollte in der Lage sein auch mal mit weniger Auslastung zurecht zu kommen, allerdings fällt das entspannte Liegen auf einer Decke zu Weihnachten deutlich leichter, wenn der Hund sich im Vorfeld bewegt hat.

Nach Weihnachten ist Laika im Übrigen immer besonders müde. Zum Verarbeiten der vielen Eindrücke, Gerüche, Menschen und fremden Umgebungen braucht sie immer 1-2 Tage, weshalb wir am 27. und 28. meist gar nicht viel unternehmen.

Weihnachtsgeschenke für den Hund | Foto by Patricia Welp

Weihnachtsgeschenke für den Hund

Nun zur wohl wichtigsten Frage: Bekommt Laika denn auch Weihnachtsgeschenke?

Ja, natürlich bekommt sie etwas 🙂 Sie hatte bisher in jedem Jahr einen riesigen Spaß das Geschenkpapier auseinander zu pflücken. Ich werde also wieder die Reste vom Geschenkpapier nehmen und ihr darin ein paar Stücken selbst gedörrte Rinderlunge verstecken. Damit ist sie eine Weile beschäftigt und hat eine kleine Freude. Diese Idee solltet ihr aber bitte nur umsetzen, wenn ihr euch sicher seid, dass euer Hund das Papier nicht frisst, sondern nur zerrupft.

Weiterhin werde ich ihr noch ein paar Hundekekse selbst backen. Ein Rezept findet ihr hier. Und ich werde die Tage vielleicht noch einmal in den Tierbedarfsladen gehen und schauen, ob ich ein nettes und stabiles Spielzeug zum Apportieren für sie finde. Mit allen anderen Spielsachen kann sie nur recht wenig anfangen. Aber ich denke, über etwas zum Apportieren würde sie sich sehr freuen.

Auch, wenn Weihnachten in diesem Jahr etwas anders werden wird, freue ich mich auf die Tage. Laika ist ja ohnehin der „Lieber mittendrin, statt nur dabei“-Typ. Sie wird also schon mit ein paar Snacks und vielen Händen, die ihr den Bauch kraulen glücklich sein.

Wir wünschen euch und euren Lieben fröhliche und besinnliche Weihnachten! Bleibt gesund und genießt die ruhige Zeit. Erzählt uns gern in den Kommentaren, wie ihr in diesem Jahr Weihnachten mit eurem Hund verbringt.

Fotos von Sky-Photography by Patricia Welp

Blogparade „Weihnachten mit Hund“

Weitere Beiträge der Blogparade „Weihnachten mit Hund“ findet ihr bei:

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