Konditionierung der Hundepfeife

[Werbung, Affiliate] Für Laika benötigte ich einen Rückruf, der auch im Notfall zu 100% sitzt. So begann ich bereits im Junghundealter mit einer Hundepfeife zu arbeiten. Warum die Konditionierung auf eine Hundepfeife sinnvoll ist und wie ihr mit einer Hundepfeife trainiert, könnt ihr in diesem Beitrag lesen. Weiterhin ist dieser Beitrag ausführlicher als Gastbeitrag bei Flummi´s Diary entschieden.

Labrador Retriever braun liegend
Die Konditionierung der Hundepfeife

Warum eine Hundepfeife?

Eine Hundepfeife hat den großen Vorteil, dass sie immer gleich klingt. Ein verbaler Rückruf hingegen klingt meist immer etwas anders. Der Hund merkt bei einem verbalen Rückruf, ob ihr gerade genervt, angespannt oder gestresst seid. Eine Hundepfeife hingegen ist immer neutral und wird daher nie mit einem strengen Unterton verknüpft. Durch die gleiche Frequenz kann die Hundepfeife auch von anderen Menschen genutzt werden, beispielsweise, wenn der Hund in eine Hundepension oder eine Betreuung muss.

Weiterhin ist eine Hundepfeife weitaus lauter als ein verbaler Rückruf und wirklich praktisch für die Menschen, die selbst nicht laut pfeifen können.

Welche Hundepfeife eignet sich?

Es gibt wirklich viele verschieden Hundepfeifen. Diese unterscheiden sich nicht nur im Material, sondern auch in den Frequenzen. Ich nutze eine Kunststoffpfeife von ACME in der Frequenz 211 ½. Diese kann ich problemlos nach kaufen, falls ich sie verlieren sollte. Es gibt auch Pfeifen aus Büffelhorn. Das Problem bei Naturmaterialien ist allerdings, dass sie immer etwas anders klingen, da sie nie die identische Beschaffenheit haben. Verliert man also seine Pfeife und kauft eine Neue, kann es bei sehr sensiblen Hunden passieren, dass sie auf eine neu gekaufte Büffelhornpfeife nicht gut hören, da der Ton und die Frequenz anders sind.

Es gibt auch Pfeifen, die nur der Hund hören kann. Diese kann ich nicht empfehlen. Denn mit diesen Pfeifen könnt ihr nie überprüfen, ob der Hund nicht hört oder ob eure Pfeife vielleicht  einfach nur kaputt ist.

Weiterhin ist wichtig ist, dass ihr in der Trainingsphase wirklich nur dann pfeift, wenn ihr euch zu 100% sicher seid, dass der Hund auch wirklich kommt. Im Idealfall wird das Training so aufgebaut, dass der Hund immer auf den Pfiff hört. Würde er auf den Pfiff nicht zurückkommen, lernt er nur, dass er auf diesen Rückruf nicht immer hören muss und es keine Konsequenzen hat, wenn er nicht kommt.

Das ist auch der Grund, warum ich eine komplett neue Pfeife in neuer Frequenz gekauft habe, als ich begonnen habe intensiv mit der Pfeife zu arbeiten. Wir hatten bereits zu Welpenzeiten eine Pfeife. Allerdings habe ich zu oft gepfiffen ohne, dass Laika kam. So habe ich mir den Pfiff in dieser Frequenz mehr oder weniger kaputt gemacht und es war einfacher noch einmal komplett von vorn mit neuer Frequenz das Training zu beginnen.

Pfiff = Keks?

Auf vielen Seiten und auch in vielen Büchern liest man noch, dass die Pfeife konditioniert wird, indem man pfeift und dem Hund direkt danach einen Keks gibt. So soll der Hund lernen, dass nach dem Pfiff etwas Angenehmes folgt. Nach dem Lernverhaltens des Hundes ist diese Form der Konditionierung allerdings absolut kontraproduktiv für den Rückruf. Man konditioniert so die Pfeife lediglich als positiven Verstärker. Einen Clicker würde man beispielsweise identisch konditionieren. Ein Clicker ist allerdings etwas komplett anderes, als eine Pfeife. Ist der Hund auf den Clicker konditioniert weiß er, dass er in dem Moment in dem geclickt wird, etwas richtig gemacht hat. Würde man eine Pfeife nun identisch konditionieren, lernt der Hund nur, dass sein Verhalten in dem Moment des Pfiffes, genau richtig ist. Für den Rückruf wäre das eher kontraproduktiv wenn man ihn nun beispielsweise zurück pfeift, wenn er sich fest schnüffelt oder gerade zu einem anderen Hund rennen möchte.

Im folgenden Absatz erkläre euch, wie ihr mit dem Training startet.

labrador retriever stehend grüne Wiese
Der Rükruf mit der Hundepfeife

Der Rückruf mit der Hundepfeife

Möchtet ihr den Rückruf mit der Pfeife üben, solltet ihr euch im Vorfeld überlegen, welchen Pfiff ihr nutzen wollt. Ich pfeife für den Rückruf zwei Mal kurz hintereinander. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich zwei Pfiffe für den Rückruf am besten eignen.  Das kann letztendlich aber jeder für sich selbst individuell festlegen. 

Um den Rückruf mit der Pfeife zu trainieren, muss der Hund erst einmal einen verbalen Rückruf beherrschen. Wie ihr diesen aufbaut könnt ihr in diesem Beitrag lesen. Wenn ihr euren Hund nun zu euch ruft und euch ganz sicher seid, dass er auch wirklich kommt, könnt ihr, kurz bevor der Hund bei euch ist, pfeifen. Der Hund wird, während er ein Signal ausführt, nun auf ein zweites Signal (auf den Pfiff) konditioniert.

Stopp-Pfiff

Wie ihr den Rückruf mit der Pfeife nun festigt, mit was ihr euren Hunde belohnen solltet und wie ihr einen Stopp-Pfiff aufbaut, könnt ihr nun in unserem Gastbeitrag auf Flummi´s Dairy lesen.

Ich hoffe, dieser und der Gastbeitrag auf Flummi´s Diary konnte euch nun einige nützliche Tipps zur Konditionierung der Pfeife mitgeben. Ich persönlich benutze sie unheimlich gern. Sie ist so vielseitig einsetzbar, nicht nur für den Rückruf und ein Stopp, sondern auch für die Suche oder das Einweisen im Dummytraining. Ohne Hundepfeife gehe ich selbst tatsächlich kaum aus dem Haus.

Benutzt ihr eine Hundepfeife? Schreibt es mir gern in die Kommentare.

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