DIY für Hunde – Halsband aus Tau selbst basteln

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Bereits als Laika ein Junghund war, habe ich begonnen Leinen und Halsbänder für sie selber zu machen. Es gibt eine riesige Auswahl an Farben und Materialien. Da konnte ich einfach nicht wiederstehen. Die Leinen und Halsbänder sind auch sehr leicht und liegen gut in der Hand. Abgesehen davon sind sie selbstgemacht auch wirklich günstig. Ich werde in diesem Beitrag kurz die geeigneten Materialien vorstellen und anschließend erklären, wir ihr ein einfach, doppelt gelegtes Halsband selber machen könnt.

Unterschiedliche Materialien

Für Laikas Halsbänder und Leinen nutze ich am Liebsten PPM in der Dicke 10 mm. Je nach Hund könnt ihr auch eine andere Dicke wählen. Ihr könnt auch Kletterseil, anstatt PPM nutzen. Das ist etwas robuster, lässt sich aber auch schwerer verarbeiten.

Bei den Karabinern und Ringen kann ich Edelstahl (Silber) und Messing (Gold) empfehlen. Diese Materialien sind am stabilsten. Laika hat aber auch andere Materialien bisher noch nicht kaputt bekommen. Ansonsten gibt es Ringe und Karabiner auch in anderen Farbtönen, wie rosé, weiß, schwarz, blau,…Die Karabiner und Ringe gibt es auch in verschiedenen Größen. Da kann ich empfehlen, dass ihr einfach mal ein Lineal an die Karabiner und Ringe von euren Halsbändern und Leinen zu Hause haltet. So bekommt ihr ein Gefühl, für die richtige Größe.

Dann muss man sich noch Gedanken um die Takelung machen. Das ist die „Umwicklung“. Dort eignen sich viele verschiedene Materialien. Am leichtesten lässt es sich mit Microcord takeln, aber man kann auch Leder, Satinband oder etwas anderes nehmen.

Ich bestelle mein Material immer bei Chrisolly oder im Paracord-Shop. Preislich gibt es keinen Unterschied, denn die Materialien sind im Paracord-Shop zwar etwas günstiger, allerdings ist der Versand etwas höher. Man findet aber in beiden Shops immer mal unterschiedliche Farben, weshalb ich vor dem Einkauf immer die Seiten vergleiche.

Weiterhin gibt es noch eine tolle Facebook Gruppe. Diese findet ihr hier. Dort könnt ihr euch tolle Ideen, Tipps und Vorschläge holen.

Ihr braucht:

  • PPM oder Tau (doppelte Länge des Halsumfanges)
  • 3 – 4 m Microcord oder anderes Takelmaterial
  • 1 x Karabiner
  • 1 x O-Ring
  • scharfe Schere
  • scharfes Messer
  • Flambierbrenner oder Stabfeuerzeug
  • stabile Nadel mit großer Öse
  • Sattlergarn oder anderes reißfestes Garn
  • Maßband

Anleitung

Wenn ihr ein doppelt gelegtes Halsband haben möchtet, müsst ihr es natürlich zunächst auf die passende Länge zuschneiden. Am bessten messt ihr mit einem Maßband oder direkt am Hund. Bedenkt, dass Ring und Karabiner noch dazu kommen und ihr dementsprechend etwas weniger Seil benötigt. Allerdings muss das Seil später verschweißt werden, weshalb ihr 1-2 cm auf die Länge noch hinzurechnen solltet. Eine genaue Formel gibt es leider nicht, weshalb es sich gut macht, das Halsband direkt am Hund abzumessen. Es sollte nicht zu eng sitzen, aber auch nicht über die Kopf rutschen können. Das Seil lässt sich am Besten mit einem scharfen Messer oder einer scharfen Schere schneiden. Als nächstes schiebt ihr den Karabiner und den O-Ring auf das Seil.

Verschweißen

Anschließend müssen die Enden verschweißt werden. Das ist tatsächlich etwas knifflig. Erhitzt die Enden beider Seile so sehr, dass das Material flüssig wird. Am besten funktioniert das mit einem Flambierbrenner oder einem Stabfeuerzeug.

Sind beide Enden flüssig, müssen sie sofort und sehr zügig aufeinander gedrückt werden. Das Ganze lasst ihr nun abkühlen und schneidet anschließend die überstehenden Ränder ab. Die Reste könnt ihr nun noch einmal erhitzen vorsichtig glätten.

Vernähen

Damit später auch alles fest hält, müssen die Enden jetzt vernäht werden. Dazu legt ihr das Seil so hin, dass die vernähte Stelle später unter der Takelung ist. Zum Vernähen eignet sich eine Nadel mit breiter Öse und Sattlergarn. Aber auch die Seelen aus Paracord oder Anglerschnur könnt ihr nehmen. Wichtig ist, dass ihr so lang vernäht, bis sich die Nadel nur noch schwer durch ziehen lässt. Dabei spielt es keine Rolle, wie es aussieht, da die Takelung das Vernähte später verdeckt.

Takelung

Kommen wir nun zu dem dekorativen Teil, nämlich dem Takeln an beiden Enden. Dabei ist es egal, ob ihr mit einer oder mit mehreren Farben takelt. Die Technik bleibt gleich. Ihr findet online auch diverse Videos.

Zunächst müsst ihr eine Schlaufe auf das Seil legen und dann unten beginnend das Takelmaterial um das Seil wickeln. Dabei solltet ihr gleichmäßig arbeiten und die Takelung immer schön straff ziehen, damit hinterher nichts aufgeht.

Am Ende steckt ihr die Bänder in die Schlaufe und zieht sie bis etwa zur Mitte rein. Arbeitet dabei vorsichtig, denn wenn ihr die Bänder aus Versehen ganz durchzieht, geht die Takelung wieder auf und ihr müsst noch einmal von vorn beginnen.

Zum Schluss werden die Enden des Takelmaterials gekürzt, verschweißt und dann unter der Takelung versteckt.

Und schon ist euer erstes selbstgemachtes Halsband fertig. Am Anfang ist vor Allem das Verschweißen und das feste Takeln etwas knifflig. Aber mit der Zeit werden die Handgriffe immer einfacher.

Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt mir gern eine Mail, bei Instagram oder nutzt einfach das Kommentarfeld. Gern könnt ihr mir auch eure fertigen Werke in euer Instagramstory zeigen. Ihr müsst nur @chocolatelabradorlaika verlinken, damit ich es sehen und teilen kann.

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