„Hilfe, da kommt ein Hund!“ – Hundebegegnungen

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Als Laika jünger war, habe ich genau das gedacht. Ein leichter Anflug von Panik, wenn einem ein Hund auf einem engen Weg entgegen kam und man nicht weis, wo und wie man ausweichen soll.

Unendliche Hundeliebe

Wer uns auf Instagram folgt, der weis, dass Laika jeden Hund liebt. Wirklich JEDEN! Egal ob klein oder groß, jung oder alt, knurrend oder schwanzwedelnd. Sie hat nie schlechte Erfahrungen gemacht, weshalb sie selbst drohende Hunde freudig begrüßen würde.

Ziehen und Fixieren

Dementsprechend war ein normales Fuß laufen, wenn ein anderer Hund in Sichtweite war, lange Zeit nicht möglich. Sie hat gezogen, fixiert, war nicht ansprechbar, ist in die Leine gesprungen und auf und ab gehüpft wie ein Flummi vor lauter Aufregung und Freude.

Mit Hunden, die an der Leine mit anderen Hunden Probleme haben, habe ich keine Erfahrung. Aber vielleicht helfen euch unsere Tipps ja weiter, denn im Grunde genommen ist es das gleiche Prinzip.

Die wichtigste Regel

Das A und O für stressfreie Hundebegegnungen ist das Vermeiden von Leinenkontakt! Lasst also weder euren Hund zu Anderen, noch andere Hunde zu Eurem.

Am Besten verständigt ihr euch vorher mit den Besitzern, dass ihr keinen Kontakt wünscht. Bleibt auch bei Hundehaltern, die das nicht verstehen wollen, hartnäckig, denn ein „nur mal kurzes Begrüßen“ kann wochenlanges Training kaputt machen!

Ruhe bewahren

Versucht gerade am Anfang dem anderen Hund dann erst einmal auszuweichen. Je stressiger eure Hundebegegnungen sind, desto mehr Abstand müsst ihr halten. Dieser Abstand wird dann nach und nach verkürzt.

Ich bin anfangs mit Laika also immer ein paar Schritte beiseite und habe sie absitzen lassen, da ein Vorbeilaufen ohne Gezerre einfach nicht möglich war und ich mir die Leinenführigkeit nicht kaputt machen wollte.

Sitz, Platz, Bleib

Gerade am Anfang, als Laika noch sehr aufgeregt war, habe ich sie mit Hilfe eines Leckerlis in das Sitz oder in das Platz locken müssen. Mit der Zeit konnte ich dann die Leckerlis abbauen. Dann gab ich ihr Kommando „Bleib“.

Die Leine hielt ich kurz, damit sie nicht plötzlich los springen konnte. Ist Laika sitzen geblieben, habe ich sie sofort ruhig gelobt und belohnt.

Fixieren unterbinden

Das Fixieren habe ich unterbunden, indem ich mich vor sie gestellt habe, sodass sie den Hund nicht mehr direkt sehen konnte. Ich stand auch so vor ihr, um ihr zu zeigen, dass ich die Situation regele und nicht sie.

Angesprochen habe ich sie da noch nicht, denn sie hätte mich ohnehin nicht angeschaut. Das wäre in der Situation zu Anfang einfach noch zu viel verlangt gewesen.

Erst als der Hund uns passiert hatte, habe ich versucht, ihre volle Aufmerksamkeit wieder zurück zu erhalten. Ich habe sie dann angesprochen, für ruhiges Verhalten gelobt und wenn sie wieder ganz bei mir war, bin ich entspannt weiter gelaufen.

Wenn Laika sich noch nach dem Hund umgedreht hat, dann bin ich langsam, aber konsequent trotzdem weiter gelaufen und habe sie mit der Stimme animiert, auch weiter zu laufen.

Schwierigkeit steigern

Mit der Zeit hat das immer besser geklappt und sie wurde beim Absitzen immer ruhiger. Wir haben dann mit der Zeit den Abstand zu dem vorbeilaufenden Hund verringert und ich habe versucht sie anzusprechen. Als sie reagiert hat und mich angeschaut hat, dann gab es natürlich eine super Belohnung.

Natürlich gehen Hunde, genau wie wir Menschen auch, nach Sympathie. Laika findet einige Hunde spannender, als andere. Kleine Hunde sind beispielsweise weniger interessant, als Große.

Das Vorbeilaufen

Als es dann mit dem Absitzen immer besser klappte und uns ein kleiner, älterer Hund, der so gar nicht an Laika interessiert war, entgegen kam, habe ich es einfach gewagt: Ich habe versucht mit ihr kontrolliert vorbei zu laufen. Dazu hat sie von mir das vorher geübte Kommando „Lauf ordentlich“ erhalten. Wie ich das aufgebaut habe, lest ihr hier.

Jeden Blick zu mir habe ich bestätigt und belohnt. Wollte sie mich überholen, bin ich sofort wieder umdreht, damit sie keinen Erfolg hat.

Waren wir auf der Höhe des Hundes, sind wir zügig, an kurzer Leine, vorbei gelaufen, damit wir die Situation möglichst schnell hinter uns bringen.

In Großen und Ganzen hat sich dieses lange und intensive Training wirklich ausgezahlt. Es gibt natürlich Tage, an denen es besser klappt und Tage, die nicht so gut laufen. Aber das ist ja auch völlig normal.

Wichtig ist wirklich, dass man, gerade am Anfang, von dem Hund nicht zu viel erwartet und, dass man die Schwierigkeit langsam steigert.

Habt ihr Fragen oder Anregungen? Dann schreibt mir ihr gern in die Kommentare, per Mail oder bei Instagram.

Halsband von Enchens.Leinen.Schliebelein

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